Verbundenheit über Jahrzehnte: Grosse Jubiläen im Schlossgarten Riggisberg
2025 durften ein Bewohner und zwei Bewohnerinnen beeindruckende Jubiläen von 40 bzw. 50 Jahren im Schlossgarten Riggisberg feiern. Die persönlichen Erinnerungen, wie jene von Frau B., zeigen die tiefe Verbundenheit mit dem Ort. Sie erinnert sich noch gut an ihren ersten Tag: «Es war der 1. Dezember 1975, es lag bereits Schnee, als ich im Schlossgarten ankam. Meine Beiständin hat mich begleitet. Die Leute dachten zunächst, ich würde sie begleiten – später sagten sie: Ah, die ältere Frau ist wieder gegangen, aber du bist geblieben.»
Im Rückblick erzählt sie von ihren Tätigkeiten in der Wäscherei, von den grossen Hunden der damaligen Institutionsleitung und davon, dass sie im Laufe der Jahre insgesamt fünfmal innerhalb des Schlossgarten Riggisberg umgezogen ist. Besonders lebendig sind für sie die Erinnerungen an gemeinsame Ferien in Italien, die ihr viel Freude bereiteten.
Diese Geschichten machen deutlich, was Wirkung über Zeit bedeutet – Vertrauen, Beständigkeit und Zugehörigkeit.
Zukunft bauen: Nachhaltige Immobilienentwicklung
Mit unserer lang angelegten Immobilienentwicklung verfolgen wir eine nachhaltige Wirkung auf mehreren Ebenen: Wir wollen den Wohnbedürfnissen von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen nachhaltig begegnen, wir wollen ökologisch nachhaltige Bauten verwirklichen und wir wollen diese Neuerungen auf ein finanziell nachhaltig solides Fundament stellen.
Zwar haben auch im 2025 noch keine Bagger und Kräne das Bild des Schlossgarten Riggisberg geprägt. Gleichwohl haben wir aber sehr grosse Schritte getan, die Grundlagenarbeit weitestgehend abgeschlossen und unsere Projektorganisation mit zusätzlicher Expertise verstärkt. So dürfen wir mit Vorfreude und Spannung auf das nächste Jahr ausblicken, in dem erste sichtbare Zeichen dieses lang angelegten Bauunterfangens erscheinen werden.
Visualisierungen der neuen Wohnbereiche in Alleegarten West und Alleegarten Ost
Landwirtschaft mit Perspektive: Nachhaltig ausgerichtet
Per Ende 2027 werden die Pachtverträge für unsere beiden Landwirtschaftsbetriebe «Heim» und «Schnarz» auslaufen, die beiden Pächter werden pensioniert. Bereits seit einigen Jahren befassen wir uns darum mit der strategischen Ausrichtung unserer Landwirtschaft. Im Berichtsjahr haben wir konkrete Beschlüsse für eine nachhaltige Weiterführung der beiden Betriebe gefasst. So wird der Betrieb «Heim» auf Biolandbau umgestellt und fortan durch den Sohn des aktuellen Pächters weitergeführt. Den Betrieb «Schnarz» möchten wir künftig im Baurecht vergeben, damit sich eine Pächterfamilie künftig nach eigenen Vorstellungen den Traum ihres «Heimetli» erfüllen kann.
